mindtraining. Führungskräfte-Coaching.
Führe. Aus deiner Mitte. Mit Freude und Sinn.
Ich arbeite mit Führungskräften, die spüren, dass ihr Erleben und Verhalten an bestimmten Stellen nicht zu dem passt, was sie eigentlich wollen, und die bereit sind, genauer hinzuschauen, sich infrage zu stellen und weiterzuentwickeln. Nicht auf den wohlbekannten Pfaden fachlicher Weiterbildung, sondern als höchst persönliche Expedition in die Schichten, die Führung und Selbstführung wirklich prägen.
Ausgangspunkt ist immer Ihr Anliegen. Meist kommen Führungskräfte mit konkreten Problemen wie: Erschöpfung, innerer Unruhe oder Unzufriedenheit ohne klaren Ausweg; überhöhten Ansprüchen, innerem Druck und Selbstzweifeln trotz Erfolg; Konflikten mit Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitenden oder Kunden – oder aber übermäßige Konfliktvermeidung; Stagnation, Orientierungslosigkeit oder Sinnverlust in der Karriere.
Manchmal sind Führungskräfte auch einfach neugierig, was möglich wird, wenn sie mit einem tieferen Hebel ansetzen. Das Ziel lautet dann positiv formuliert: mehr strukturelle Selbstkenntnis und situative Selbstwahrnehmung, mehr Kohärenz der inneren Kräfte und damit mehr Energie und Produktivität, eine überzeugende Verbindung von Authentizität, Klarheit und Einfühlungsvermögen, und, unabhängig vom unmittelbaren Erfolg, mehr Freude und Sinn in der Führungsaufgabe.
Wer führt, richtet den Blick automatisch nach außen, auf all die dringenden Herausforderungen – nicht nach innen auf die eigenen Befindlichkeiten. Zugleich glauben viele Führungskräfte, keine Schwäche zeigen zu dürfen, sondern dauerhaft funktionieren zu müssen. Das kann eine adaptive Robustheit hervorbringen – allerdings auch eine rigide Unterdrückung von Emotionen, aus der schleichend Kosten entstehen: Stressakkumulation, körperliche Spannungen, reduzierte Energie, verminderte kognitive Kapazität, weniger Empathie und Kontaktfähigkeit.
Unterdrückte Emotionen wirken zudem verdeckt weiter. Aus latenter Schamangst heraus werden zum Beispiel Risiken gemieden, potenzielle Kritiker präventiv entwertet, Fehler kaschiert, exzessives Engagement geleistet und auch von anderen gefordert. All das begründet die Führungskraft rein sachlich – auch vor sich selbst.
Beziehungserfahrungen prägen Menschen tief. Insbesondere in der Kindheit entstehen innere Muster der Wahrnehmung, der Verarbeitung und des Verhaltens, die – teils unbewusst – den Führungsstil beeinflussen. Wie viel Nähe oder Distanz? Wie viel Delegation oder Kontrolle? Wie mit Risiken, Enttäuschungen, Konflikten umgehen?
Wer sich selbst kennt, kann auf die komplexen Anforderungen unterschiedlicher Menschen und Situationen adäquat reagieren. Wer dagegen blind an verinnerlichten Schemata festhält, reproduziert vermeidbare Probleme und schöpft das eigene Beziehungspotenzial nicht aus. Zum Beispiel übt die Führungskraft dann standardmäßig zu viel oder zu wenig Kontrolle aus, schwankt abrupt zwischen laissez-faire und Mikromanagement, kontrolliert an den falschen Stellen und treibt sich in permanenten Konflikten rund um Kontrolle auf.
Der Wunsch nach Status, Einfluss und Einkommen treibt viele Karrieren an. Wenn diese Ziele im Wesentlichen erreicht sind, reicht diese Motivation oft nicht mehr aus. Dann braucht es einen neuen Zugang zur intrinsischen Motivation – Freude am Tun, am Kontakt, am Beitrag zum Gemeinsamen –, um nicht der Desillusionierung zu verfallen. Diese Potenziale gilt es individuell zu erkunden und bewusst zu kultivieren.
Klarheit über die eigenen Werte vermindert zudem die Belastung bei Wertekonflikten: wenn kurzfristige Interessen mit langfristigen konkurrieren, Shareholder- und Stakeholder-Anliegen auseinandergehen oder Loyalität gegenüber Einzelnen mit dem Wohl der Organisation kollidiert. In solchen Situationen braucht es einen verlässlichen inneren Kompass, um handlungsfähig zu bleiben, die psychischen Kosten des Führens zu begrenzen und langfristig Zynismus vorzubeugen.
In der Arbeit mit dem Körper lassen sich über das Leben hin gespeicherte Erfahrungen und Emotionen aufspüren, unmittelbar wieder erlebbar machen und auf neue Weise integrieren. Gesten, Haltungsmuster, Muskelspannungen und Atem dienen dabei zugleich als Signal und Interventionspotenzial.
Auf ähnliche Weise eröffnet die Hypnose einen emotionaleren, ungefilterten Zugang zur Innenwelt. Problematische Muster können sichtbar und veränderbar werden – indem wir zum Beispiel in ihre Entstehungsgeschichte aufsuchen und dort alternative Weisen des Erlebens und Verhaltens verankern, oder einen Dialog mit inneren Anteilen führen, die mit schwierigen Emotionen verbunden sind, um diese zu entlasten und besser ins innere Team einzugliedern. Daneben ist Hypnose ein wirkungsvolles Instrument, um Ressourcen zu stärken, tiefe Ruhe zu erleben und sich mit der Kraft der eigenen Ziele und Werte zu verbinden.
Mehr als ein Stressmanagement-Tool ist Achtsamkeit eine Form der Präsenz: gleichzeitig offen für die Umwelt und mit sich selbst im Kontakt – nicht urteilend, aber sanft lenkend. Wir wissen, wer wir sein und welche Werte wir leben wollen, lassen los, was uns davon wegführt, und kehren freundlich zum inneren Gleichgewicht zurück. Diese Haltung macht unerwünschte Muster im Alltag sichtbar und veränderbar – und stärkt die metakognitive Distanz gegenüber einem imperativen Ich mit all seinen Ängsten, Zwängen und automatischen Reaktionen.